KLM im Sinne der Umwelt mit weniger Kurzstreckenflügen

Datum
Dienstag, 11. Juni 2019

Die niederländische Regierung möchte die Luftfahrt mit gezielten Maßnahmen grüner und nachhaltiger machen. Dazu zählt auch die Reduzierung von Kurzstreckenflügen, die die Umwelt enorm belasten. Die Politiker setzen sich dafür ein, dass es schon bald eine europaweite Luftfahrtsteuer gibt. Sollte diese Maßnahme innerhalb Europas nicht umgesetzt werden, plant die niederländische Regierung eine eigene Abgabe ab 2021.
KLM FlugzeugDie Linken Parteien begnügen sich nicht mit einer kleinen zusätzlichen Abgabe. Sie fordern ein Verbot von Kurzstreckenflügen wie zum Beispiel auf der Strecke von Amsterdam nach Brüssel. Die niederländische Fluggesellschaft KLM möchte ihren Anteil leisten, um den Streit zwischen den Politikern zu entschärfen. Die Fluggesellschaft bietet bereits Zugtickets auf ausgewählten Strecken als Ersatz für einen Flug an. Der niederländische KLM-Chef Harm Kreulen ist durchaus gewillt, dieses Angebot aufzustocken und noch mehr Bahntickets anzubieten. Um jedoch die Anzahl der Flüge herabzusetzen, müssen, seinen Angaben zufolge, aber einige Voraussetzungen erfüllt sein. Welche dies sind, wurde jedoch noch nicht näher erläutert.

Der KLM-Chef sieht Frankreich als Vorbild. In Frankreich arbeitet Air France bereits mit der Bahn zusammen, was in den Niederlanden noch nicht der Fall ist. Generell müsste der Service, den die Fluggäste erhalten, auch beim Ausweichen auf die Schienen gewährleistet werden. Dazu zählt zum Beispiel das Einchecken des Gepäcks vor dem Betreten des Zuges. Würden die Serviceleistungen beider Personenbeförderungsmittel miteinander verbunden, könnte den Fahrgästen ein rundum angenehmes Reiseerlebnis geboten werden.